Von Genuss-Inseln, tibetischen Fahnen und positivem Karma

„Ein bisschen Glück kann jeder brauchen“, lächelt Annette Pieck. Die Bau- und Projektleiterin im Phantasialand hat es sich auf einem handgefertigten Stuhl aus China gemütlich gemacht. Und deutet auf ein Symbol mit ineinander verschlungenen Linien. „Die Elemente, die wir hier im Restaurant Bamboo finden, kommen aus der tibetischen oder südostasiatischen Kultur. Zum Beispiel der Glücksknoten. In Asien steht er für Harmonie und ewiges Leben. Und die bunten tibetischen Fahnen sollen das Glück mit dem Wind in die Welt hinaustragen.“

Es sind schöne asiatische Bräuche, die ihren Weg ins neue Restaurant Bamboo gefunden haben. Und selbst, wenn man nicht an das Glück oder positives Karma glaubt: Die verspielten Fahnen und authentischen Details machen einfach Freude! Luftige Raumteiler und farbenfrohe Lampenschirme, Schnitzereien und runde Gebetsmühlen mit asiatischen Reliefs nehmen einen mit nach Fernost. 15 Jahre lang haben Bambusrollos, Reispapierlampen und chinesische Schriftzeichen für rustikales Ambiente im Buffet-Restaurant gesorgt. Jetzt war Zeit für etwas Neues: für das moderne Asien in all seinen Facetten.

„Es ist natürlich kein Zufall, dass wir hier im Restaurant Bamboo original asiatische Elemente eingebaut haben, die Glück bringen oder für eine gute Aura sorgen“, sagt Annette Pieck. „Unser Themenhotel Ling Bao ist ja komplett nach der Harmonielehre Feng-Shui errichtet worden, das passt also perfekt zusammen.“

Und auch kulinarisch kann hier jeder sein Glück finden! Denn zum modern-asiatischen Interieur gesellen sich ganz neue Geschmackserlebnisse - die auf dem extra für uns angefertigten Buffet erst richtig zur Geltung kommen.

Von Insel zu Insel: Eine individuelle Genussreise

Sich einfach treiben lassen und vier einzigartige asiatische Länderküchen abseits ausgetretener Pfade entdecken: Das geht nur im Restaurant Bamboo! Denn hier gibt es kein klassisches Buffet mehr. Stattdessen wurden im wörtlichen Sinn kulinarische Inseln geschaffen. Für köstliche Trends aus Japan, fruchtige thailändische Kreationen, die leichte Küche Vietnams und chinesische Spezialitäten.

Mit ihrem glänzenden grünen Granit und den freischwebenden Glasplatten sind die neuen Buffet-Inseln der Blickfang im neuen Restaurant – und waren gleichzeitig die größte Herausforderung, erzählt Annette Pieck. „Es gab einfach so viel zu bedenken. Die Inseln müssen Platz genug bieten, damit wir alle Speisen schön präsentieren können. Gleichzeitig dürfen sie aber nicht so tief sein, dass die Gäste hinten irgendwie mit einem Gäbelchen herumstochern müssen.“

Mit simus Raumkonzepte haben wir im bayerischen Goldbach nach langer Suche einen Partner gefunden, der sich auf maßgeschneiderte Gastronomie-Einrichtung aus eigener Hand spezialisiert hat – und für das Restaurant Bamboo phantastische Genuss-Inseln genau nach unserem Geschmack entworfen hat. Praktisch und trotzdem zeitlos schön. Und das war schon ein kleines Kunststück. Denn in den Inseln ist enorm viel Technik verbaut, die heute niemand sieht – schließlich sollen die Speisen zuverlässig kalt- oder warmgehalten werden. Und auch der Unterbau war eine statische Meisterleistung. Denn so gut die Buffet-Inseln heute auch zur luftig-leichten Atmosphäre im Restaurant passen: Mit dem Granit und den Glasplatten sind sie echte Schwergewichte! Im Restaurant wurden also Tonnen an Material verarbeitet. Und woanders wurden Meter gemacht…

Mit Nadel und Farbe nach Asien

Vielleicht war es Zufall. Oder die positive Energie der tibetischen Fahnen. Jedenfalls war ein bisschen Glück dabei, erzählt Anik Celiskaslan. Die Raumausstatterin gehört zu den Künstlern von fake-filmconstruction, die mit viel Liebe zum Detail immer wieder eine besondere Atmosphäre in einzelnen Bereichen des Phantasialand schaffen – wie mit den original tibetischen Fahnen im Restaurant Bamboo. Die zu bekommen, war allerdings gar nicht so einfach:

„Ein Bekannter hat einen Laden mit Original-Artikeln aus Nepal und Tibet. Er hat mir den Tipp mit der Schneiderei vor Ort gegeben. Aber die produzieren eigentlich nicht so hohe Stückzahlen, wie wir sie brauchten. Das war dann so ein Hoffen und Bangen: Kommt die Ware oder kommt sie nicht?“

Sie kam! Und in Aniks Schneiderei zog Tibet ein, in all seiner Farbenpracht. Mit hunderten kleinen bunten Fahnen in leuchtendem rot, weiß, grün, orange und blau. Aus den traditionellen Wandbehängen mit 60 Zentimetern Umfang hat sie Stich um Stich die mehr als zehn Mal so großen Lampenschirme für das Restaurant geschaffen. Akkurate Handarbeit – die auch an anderer Stelle gefragt war.

Zur Zeit der Tang-Dynastie (618 – 907) entwickelte sich in China ein ausgeprägter Pferde-Kult. Und auch die chinesische Keramiktradition war auf einem ihrer Höhepunkte. Heraus kamen die bekannten Tang-Pferde, die als Zeugnis chinesischer Geschichte bei Sammlern auch heute noch begehrt sind. Im Restaurant Bamboo stehen zwei authentische Nachbauten – die Originale wären für die Buffet-Inseln mit ihren Granitplatten und dem Glasaufsatz einfach zu schwer gewesen.

Designerin Jolanda Palazuelo hat die Kunst perfektioniert, etwas Neues alt aussehen zu lassen. Sehr alt. Zwei extra für das Restaurant Bamboo angefertigte Pferde-Skulpturen mit Reiter sind unter ihren Händen um mehr als 1.000 Jahre gealtert. Denn sie sind denen aus der chinesischen Tang-Dynastie nachempfunden.

Unzählige dünne Schichten Farbe hat Jolanda aufgetragen. Zwischendurch trocknen lassen. Und wieder von vorne angefangen. Das Ziel war klar: „Das Material musste aussehen wie schweres, altes Terrakotta. Damit es wirklich wie Keramik wirkt, darf man auf keinen Fall einzelne Pinselstriche sehen. Der Bildhauer hatte da schon sehr gut vorgearbeitet. Und ich musste eben darauf achten, dass die Farben sehr matt sind – damit die Pferde nicht künstlich aussehen.“ Nicht künstlich, aber nach alter Handwerkskunst. Wie aus der Tang-Dynastie eben.

Projektleiterin Annette Pieck (rechts) im Restaurant Bamboo

Mehr als eine Renovierung

„Am Ende ist das gesamte Ambiente eine Art Collage“, sagt Annette Pieck und sieht sich im neuen Restaurant Bamboo um. Während der Bauarbeiten waren Farbkarten und Stoffmuster ihre ständigen Begleiter. „Wir arbeiten sehr viel mit echten Proben. Um zu wissen: Das ist die Textur, so fühlt es sich an. Und damit ich weiß, wie es wirkt, wandere ich damit immer zum Ort des Geschehens, also direkt ins Restaurant.“ Denn erst im richtigen Licht kann sich alles harmonisch zusammenfügen.

„Wir haben hier mehr als nur renoviert. Aus dem Bamboo ist ein ganz neues Restaurant geworden. Das ist heute ein lichtdurchfluteter Raum. Wir haben hier hunderte von kleinen Lämpchen hängen, die sehr atmosphärisch sind und die Vorhänge bewegen sich so leicht im Wind. Es ist ein ganz luftiges Gefühl hier drin.“ Fast könnte das Bamboo so auch auf einem Berg in Zentralasien stehen, mit den handgefertigten Stühlen aus China, den Fahnen aus Tibet, den original asiatischen Gebetsmühlen und all den kleinen Details, die nicht nur die Küche hier so authentisch machen. Tatsächlich aber ist dieses Erlebnis ganz nah!

Ob im Rahmen eines Aufenthaltes in unserem asiatischen Themenhotel Ling Bao, zum krönenden Abschluss eines Tages in Deutschlands bestem Freizeitpark* oder als phantastisches Dinner mit kulinarischen Highlights aus Japan, Thailand, Vietnam und China – das Tor zu dieser Welt steht jedem offen. Zu dieser Welt, in der original tibetische Fahnen sanft in der Luft schaukeln. Und das Glück in die Welt hinaustragen.

 

*Gewählt beim Parkscout Publikums Award 2017

Author

Rebecca Kranz