Das verrückte Hotel Tartüff ist ein Fun-Parcours für die ganze Familie

In der charmanten Häuserreihe des Themenbereichs Berlin verbirgt sich etwas völlig Unerwartetes, etwas Besonderes, etwas das Ihre Wahrnehmung vollkommen auf den Kopf stellen wird. Aber vor allem: Etwas, das Ihnen und Ihrer gesamten Familie großen Spaß bereiten wird!

Auf den ersten Blick sieht das hübsche Gebäude im Stil der 20er Jahre, schräg gegenüber dem Eingang des großen Theaters „Wintergarten“, völlig normal aus. Doch hinter diesen Mauern versteckt sich ein verrückter Fun-Parcours mit 27 einzigartigen Zimmern! „Das verrückte Hotel Tartüff“ steckt voller Spaß, Abenteuer, Rätsel und Herausforderungen…

„Wir waren auf der Suche nach der idealen Attraktion für die ganze Familie. Einer Attraktion bei der das gemeinsame Erleben und die Interaktion im Fokus stehen. Denn wir wollen nicht nur dem Einzelnen, sondern allen Gästen, ob groß oder klein, jung oder alt, besondere Erlebnisse ermöglichen“, erklärt Sebastian Jonas, Projektentwickler und Qualitätsmanager des Phantasialand. „Ein Fun-House ist die optimale Mischung aus Spaß und Abenteuer und passt damit perfekt ins Phantasialand. Und mit dem Hotel Tartüff haben wir das klassische Fun-House auf ein völlig neues Level gehoben.“

Ein Fun-House ist ein Evergreen, eine Attraktion die seit über 100 Jahren allen Spaß macht, egal welches Alter. Eines der ältesten Fun-Houses steht in Amerika, im inzwischen stillgelegten „Bushkill Amusement Park“ in Pennsylvania. Dort gab es dieses traditionelle Fun-House seit 1902. In Deutschland findet man das traditionelle Fun-House in Freizeitparks eher selten.

Ein Fun-House (Spaßhaus) ist ein traditionelles Laufgeschäft, das man normalerweise in skandinavischen Freizeitparks (Tivolis), amerikanischen Amusement Parks oder auf der Kirmes findet. Diese beliebte Attraktion gibt es schon seit über 100 Jahren. Unter dem Begriff „Laufgeschäft“ fallen beispielsweise auch Abenteuersimulationsanlagen und Spiegellabyrinthe. Im Gegensatz zu einem Fahrgeschäft verfügt ein Laufgeschäft über kein Transportsystem. Der Besucher legt den kompletten Weg zu Fuß zurück. Er passiert dabei meist verschiedene Stationen oder Räume. In einem Fun-House gibt es verschiedene Elemente wie Drehteller, Wackelbrücken, Rutschen, drehende Tonnen oder Ähnliches.

Klassische Fun-Houses sind sogenannte Laufgeschäfte. Ein Laufgeschäft verfügt im Gegensatz zu einem Fahrgeschäft über kein Transportsystem. Die Besucher legen den kompletten Weg zu Fuß zurück und sind von Anfang an aktiv ins Geschehen eingebunden. Hier ist Teamwork gefragt. Denn gerade das gemeinsame Erleben – das gemeinsame Entdecken, das gemeinsame Ausprobieren und das gemeinsame Lachen machen das Erlebnis dieser Attraktion aus.

Doch „Das verrückte Hotel Tartüff“ ist noch viel mehr als ein gewöhnliches Fun-House: Es ist weltweit das erste Fun-House, das bis ins kleinste Detail gestaltet ist! Ein klassisches Fun-House besteht oft aus einer bloßen Aneinanderreihung von Fun-Elementen und einer gestalteten Fassade. „Im Tartüff sind die Fun-Elemente thematisch zu einem gesamten Erlebnis zusammengefügt“, schwärmt Sebastian Jonas.

Dieses Fun-House ist ein verrücktes Hotel-Erlebnis

In jedem der 27 Räume warten neue Überraschungen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die kleinen und großen Besucher balancieren, klettern, laufen, rutschen durch Räume, die perspektivisch verdreht sind, sich teilweise sogar um die eigene Achse drehen. Vom Schlafzimmer bis zum Geschirrlager, verteilt auf drei Etagen, untermalt von turbulentem Dixieland-Jazz, geraten sie in einen regelrechten Wahrnehmungs-Sog!

Sebastian Jonas hat die einzelnen Fun-Elemente während einer aufwendigen Recherche-Tour ausgewählt. Ihn zog es dafür in die Region Europas, deren Einwohner den größten Faible für Fun-Houses haben – Skandinavien! Dort ist das klassische Fun-House traditioneller Bestandteil eines Freizeitparks. Und der Projektentwickler hat zahlreiche davon ausprobiert. Nur die besten Fun-Elemente landeten im Hotel Tartüff. „Die, die am meisten Spaß bringen.“ Und nicht nur das: „Wir haben sie zu einem Teil der Dekoration und damit das Ganze zu einer eigenen Welt gemacht“, betont der Qualitätsmanager. Während in Skandinavien die einzelnen Elemente nur in „nackten Räumen“ aneinandergereiht sind, ist „Das verrückte Hotel Tartüff“ komplett durchthematisiert.

Ein verrückt detaillierter Bau

Von der Ursprungsidee eines Fun-House in der Form eines verdrehten Hotels im Stil der 20er Jahre bis hin zur Eröffnung im Jahr 2012 war es ein zeitintensiver und aufwendiger Weg. Für jeden einzelnen Raum wurde zuvor ein spezielles Design angelegt, in dem das Fun-Element direkt integriert wurde. Und nicht nur die einzelnen Fun-Elemente galt es perfekt einzubetten – auch „Das verrückte Hotel Tartüff“ als Ganzes sollte perfekt in die Häuserreihe unseres charmanten Themenbereichs Berlin integriert werden. An dieser Stelle lüften wir ein kleines Geheimnis: Hinter den Berliner Fassaden befanden sich gut versteckte Werkstätten und eine davon, eine Malerwerkstatt, stellte aufgrund ihrer Räumlichkeiten die perfekte Grundlage für unser verrücktes Hotel dar. So wurde das Gebäude komplett geräumt und mitten auf der Berliner Straße entstanden hinter der Fassade nach und nach völlig neue Räume, bis hin zu kompletten Etagen.

Die besondere Herausforderung des Umbaus war die Einbettung der mechanischen und elektrischen Fun-Elemente. „Es wurden extra Zwischenböden gelegt, um die Antriebe der Elemente optisch verschwinden zu lassen“, erklärt Sebastian Jonas. „Der Bau des Hotel Tartüff war pure Maßarbeit“, betont der Projektmanager. Der schwierigste Raum war das Geschirrlager, in dem sich die kompletten Regale mitsamt dem Porzellan um die Köpfe der Besucher drehen. Es besteht aus einer riesigen Trommel. „Die musste zu einem Zeitpunkt integriert werden, bevor die restlichen Decken und Mauern gezogen wurden.“

Die Fun-Elemente im Hotel Tartüff sind zum Teil exklusiv angefertigt worden und individuell an die Räumlichkeiten angepasst. „Im Schlafzimmer zum Beispiel gibt es ein verrücktes interaktives Gemälde, dessen Figuren auf Berührung reagieren. Das ist eine ausgefeilte Technik und funktioniert über Projektion und Sensoren“, betont Sebastian Jonas. Das ist aber noch nicht alles: Das Gemälde hängt nicht an der Wand, es befindet sich auf dem Boden, während das Mobiliar an der Wand klebt.

Für den Qualitätsmanager kommt es, wie bei allen Phantasialand-Projekten, auf die Liebe zum Detail an. „Durch das Zusammenspiel von Architektur, Fun-Elementen, Musik und Design entsteht ein außergewöhnliches Gesamterlebnis, das das Hotel Tartüff von allen anderen Fun-Houses abhebt. Dadurch haben die Besucher das Gefühl sich in einem echten verrückten Hotel zu befinden.“

Alle gestalterischen Details sind perfekt aufeinander abgestimmt. So musste die gesamte Innenausstattung zwar ausgefallen, aber auch ganz im Stil der 20er Jahre sein. Die Möbel und vieles an Dekor sind Originale von Antiquitäten-Händlern. Die restlichen Accessoires, wie die außergewöhnlichen Gemälde, sind Spezialanfertigungen. „Wir arbeiten eng mit speziellen Firmen zusammen, mit denen wir unsere Projekte individuell und authentisch umsetzen können. Zum Beispiel mit der Firma ‚Fake‘, die aus dem Filmkulissenbau kommt und mit der wir schon seit Jahren zusammenarbeiten“, erklärt Sebastian Jonas. „In Zusammenarbeit mit ‚Fake‘ haben wir zuletzt die imposante Szenerie Klugheims erschaffen.“ Und auch die Musik ist exklusiv für das Hotel Tartüff von der Musikproduktionsfirma IMAscore komponiert worden. Jeder Raum hat seinen eigenen Musik-Charakter, jedes Stück ist eine für das Phantasialand entwickelte Interpretation des 20er Jahre-Dixieland-Jazz.

All das ist es, was „Das verrückte Hotel Tartüff“ so besonders macht. Dadurch zieht diese Attraktion ihre Gäste in einen ganz speziellen, in einen verrückten Bann. Seit seiner Eröffnung ist dieses besondere Fun-House ein Besuchermagnet für Groß und Klein. Doch Achtung – es besteht Suchtgefahr! Nicht dass Sie am Schluss doch noch Ihren Verstand in diesen verdrehten Mauern verlieren! Aber vielleicht finden Sie ja dann auf Ihrer verrückten Mission einen anderen Verstand, den Sie mitnehmen können. Zum Beispiel den von Hoteldirektor Otto von Böcklstett…

Author

Corinna Reinhardt