Phantastische Welten

Musarteum – Eine Nacht im Museum

Text: Lilli Feller
Fotos: Pascal Tischler

BerlinShow

„Museum – gääähn, langweilig, och nöö! Wir sind im Phantasialand, was sollen wir in einem Museum?“ – So oder so ähnlich dürften die typischen Reaktionen ausfallen. Doch Sie müssten uns doch besser kennen, denn mit einem normalen Museumsbesuch hat unsere Show rein gar nichts zu tun. Unsere Ausstellungsstücke sind, sagen wir mal „speziell“.

Mit der Show „Musarteum – Eine Nacht im Museum“ tauchen Sie ein in die geheimnisvolle Museumswelt bei Nacht. Sobald die Geisterstunde schlägt, passieren zwischen den altehrwürdigen Museumsgemäuern höchst seltsame Dinge. Nehmen Sie also Platz auf den dick gepolsterten Theaterstühlen und erleben Sie, wie die Grenze zwischen Realität und Illusion vor Ihren Augen verwischt.

Stellen Sie sich folgende Szenerie vor: Eine kunstinteressierte Besuchergruppe in schicken Outfits betritt das Museum. Es handelt sich um eine feine Gesellschaft, Kosmopoliten, die sich zur neuesten Vernissage verabredet haben. Zu Sinatras „New York, New York“ bewegen sie sich selbstbewusst auf dem Parkett, unterhalten sich angeregt über die Werke. Nur die Museumswächter haben heute keine Geduld für die Kunstszene. Sie greifen in das Geschehen ein, zeigen den Herren und Damen ganz schnell, wo sich der Ausgang befindet. Endlich Ruhe, Licht aus, jetzt kann man ein gemütliches Nickerchen machen.

Allerdings hält die entspannte Stimmung in der Nachtschicht nicht lange an. Pünktlich um Mitternacht geschehen eine Reihe merkwürdiger Zufälle. Oder sind es keine Zufälle? Es scheint, als ob das menschenleere Museum wieder voll mit Leben ist. Aber Moment mal, von Menschen ist weit und breit keine Spur zu sehen!

Plötzlich werden die Blues Brothers lebendig, Exponate mit eben noch versteinerten Mienen treiben Schabernack, antike Gemälde erwachen zum Leben und halten die Aufseher ganz schön auf Trab. Die Männer in Uniform beschließen: Hier ist erstmal Rückzug angesagt und überlassen die Bühne den mysteriösen Spielen der Ausstellungsstücke.
Apropos Bühne – das ist schon fast eine Geschichte für sich. Die beeindruckende Kulisse im Berliner Wintergarten blüht förmlich vor großen und kleinen Details, überall gibt es etwas zu entdecken. Opulente Barock-Kleider treffen auf moderne Pop-Art Kunst, ein Kunst-Mix wie im echten Museum – nur viel lebendiger und mit jeder Menge Action.

Doch wie wir wissen: Jede Geisterstunde geht mal zu Ende und dann kehrt auch wieder Ruhe ein! Schade eigentlich, die lebendigen Exponate könnten noch etwas länger die faulen Wächter an der Nase herumführen!

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