Phantastische Welten

Ice College 2016

Text: Lilli Feller
Video: Robert Fülling / Fotos: Pascal Tischler

Die neue Eis-Show in der Arena de Fiesta

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Wenn die Musik in der Arena de Fiesta ertönt, übernimmt ab sofort das „Ice College 2016“ die Eisfläche. Damit wird nicht nur eine neue Show, sondern gleich eine neue Ära eingeläutet, nämlich die der College-Diven! Super frech, sexy und selbstbewusst nehmen sie das Zepter in die Hand und bestimmen ab sofort gnadenlos, wer „in“ und wer „out“ ist.

Tagein, tagaus müssen Teenie-Krisen wie Make-up, Haarstyling und Outfit gemeistert werden, für das wohl wichtigste Fach außerhalb des Stundenplans: Flirten! Das wird dringend in den Pausen und vor allem auf dem Sportplatz der coolen Basketballtruppe nachgeholt. Die schrille Mädchenclique ist da ganz vorne mit dabei und mischt das ganze College auf. Wenn sie auftauchen, machen alle den Weg frei.

Jetzt ist schauspielerisches Talent gefragt

Manuela Löffelhardt, künstlerische Leiterin des Phantasialand und Choreograf Zabato Bebe fiebern der neuen Show mit größter Vorfreude entgegen. Zabato ist bereits seit Jahren einer der Eiskunstläufer in der Arena de Fiesta und mitverantwortlich für die ausgefeilten Choreografien. In diesem Jahr feilen die beiden kreativen Köpfe an einem komplett neuen Programm. „Der große Unterschied zu den Vorjahren besteht darin, dass neben der perfekten Eislauftechnik, die wir von unserem Cast voraussetzen, dieses Mal auch schauspielerisches und tänzerisches Talent besonders gefragt sind. Wir haben viele neue Rollen, die die Eiskunstläufer mit Leben und Persönlichkeit füllen werden – und das alles ohne Sprache!“, erklärt Manuela Löffelhardt die größte Aufgabe der neuen Show. „Wir haben die Divas, die Nerds, die Coolen, die Mauerblümchen und das macht die Eisshow besonders“, betont Zabato die Vielfalt des „Ice College“-Ensembles. Ob sich da wohl der ein oder andere Zuschauer wiederfindet …?!

Disziplin, Kraft und Konzentration

Mit „Ice College 2016“ wird nicht nur eine neue Show realisiert, sondern auch ein lang gehegter Wunsch von Manuela Löffelhardt und ihrem Team erfüllt. Die College-Idee, das hat sie uns verraten, schwebte schon lange in der Luft.
Seit dem ersten Probentag heißt es nun, die vielen Ideen in die Tat umzusetzen. Das gesamte Ensemble muss sich in die neuen Rollen einfinden und komplett neue Choreografien einüben. Das geschieht im wahrsten Sinne des Wortes Schritt für Schritt. Oder Korb für Korb, denn dieses Mal wird sogar Basketball gespielt! Bis alles scheinbar mühelos über das Eis gleitet oder den Weg in den Basketballkorb findet, braucht es seine Zeit.

Eines aber fällt seit der ersten Minute besonders auf: Auf der Eisfläche herrscht richtig viel Action! Aus gutem Grund, wie Manuela Löffelhardt betont, denn das kunterbunte College-Leben wäre mit einer Choreografie aus rein klassischen Showelementen wie Solonummern, Duetten oder Gruppenszenen nicht realistisch. Dafür werden die bekannten Elemente durcheinander gewirbelt, überall ist etwas los, eben wie auf einem belebten Campus.

Von Zabato verlangt diese Situation einen doppelten Einsatz. Denn neben dem gestalterischen Prozess als Choreograf ist er auch als Eiskunstläufer gefragt. Gleichzeitig ein Teil des Teams und eine Autoritätsperson zu sein, ist nicht immer einfach, aber es hat auch seine Vorteile: „Am nächsten Tag habe ich den gleichen Muskelkater, den Schmerz und die Blasen an den Füßen wie die anderen. Kein Außenstehender weiß, wie es ist, wenn man acht Stunden oder länger in den Schlittschuhen steckt. Es erfordert enorme Disziplin, Kraft und Konzentration auf dem Eis zu stehen. Aber wir haben das Glück, ein besonders starkes Team, auf und hinter der Bühne zu haben.“

Ein glückliches Ende in jeder Hinsicht

Bis zum letzten Tag wurde noch unermüdlich geprobt, bis die Kufen glühen. Das Einzige, was noch Schwierigkeiten bereitet, ist das Highlight der Show: die große Abschlussballszene. Just in dem Moment, als die College-Studenten ihre Urkunden erhalten, verwandelt sich die Eisfläche in eine ausgelassene Partyszene. Genau dieser Übergang bereitet ungeahnte Schwierigkeiten. Alle Künstler tragen Absolventen-Kappen, sogenannte Square Caps auf dem Kopf und wallende Talare auf den Schultern. Wenn die Zeremonie vorbei ist, werden die quadratischen Hüte in die Luft geworfen. Und natürlich alle zugleich! Diese können sich auf dem Eis ganz schnell zu bösen Stolpersteinen verwandeln.

Aber auch diese Hürde wird gemeistert und nach hochintensiven Trainingseinheiten sitzt alles: Jeder Tanzschritt, jede Hebefigur, jedes Kostüm. Die Spotlights sind punktgenau ausgerichtet, die Musik ist nur ein Knopfdruck entfernt. Die Premiere kann kommen: Showtime im „Ice College 2016“!

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