Ling Bao

Schon aus der Ferne ist das goldene Dach des Ling Bao am Horizont zu erkennen. Je näher der Reisende kommt, desto imposanter erhebt sich das Hotel über den anderen Bauten. Es bildet das Tor zu einer geheimnisvollen Welt und lädt seine Gäste ein, sie zu entdecken. Ni hao, faszinierendes Asien!

Es hat ein kaiserliches Vorbild, denn es wurde nach dem Stil der nördlichen Qing-Dynastie des 17. und 18. Jahrhunderts gebaut. Von innen präsentiert es sich im Stil der der östlichen Jangtse-Region. Bevor der erste Stein stand, waren Experten nach China gereist, um die jahrtausendalte Bautradition zu studieren – über Wochen, Monate und Jahre hinweg. Beeindruckt von der Schönheit, der Detailverliebtheit und mit jeder Menge Wissen über die Architektur der asiatischen Baukunst kehrten sie zurück.

Am 11. Juli 2002 war es dann endlich soweit: Der Grundstein des Ling Bao wurde gelegt. Aus China waren für dieses besondere Ereignis extra offizielle Vertreter angereist und hatten einen Buddha aus dem Kloster Zhenjiang mitgebracht. Der gilt dank seiner Aura als Bewahrer positiver Energien, deshalb bekam er auch einen Platz, an dem er gleich jeden mit seiner Ruhe und Gelassenheit anstecken kann. Heute ist er unter der Bodenplatte im Zentrum der Lobby eingebettet.

Danach entstand Schritt für Schritt ein heiliges Juwel aus Asien, was Ling Bao übrigens übersetzt bedeutet. Über 1000 Holzschnitzer, Ziegelbauer, Kunsthandwerker und Steinmetze haben in China und vor Ort rund weitere 200 Meister ihres Handwerks mit viel Hingabe dabei geholfen, das Ling Bao zum Leben zu erwecken.

Das gesamte Hotel ist nach der Harmonielehre des Feng-Shui errichtet. Traditionell wird die Architektur in China als Erweiterung der Natur gesehen. Fließende Übergänge zwischen Gartenbereichen und dem Hotel sind wichtig, um die Harmonisierung des Menschen mit seiner Umwelt zu ermöglichen und das Qi – also die Lebensenergie – nicht zu stören. Das Qi fließt nach chinesischem Glauben durch jedes Wesen und in jeder Zelle und belebt alles um uns herum.

Die geschwungene Brücke im Eingangsbereich führt  deshalb auf den Lotus-Pavillon zu und leitet das Qi  über das Wasser, von wo es in die neun Meter hohe Lobby fließen und sich dort sammeln kann. Ungebrochen führt der Weg dann in gerader Linie durch die Li River Bar, bis hin zur dahinterliegenden Gartenanlage. Zwei Treppen wurden extra so gebaut, dass das Qi freien Weg hat und die Harmonie des Feng-Shui im Hotel Einzug erhält. Auch in der Einrichtung und Architektur der Flure und Zimmer sind die Vorgaben des Feng-Shui wiederzufinden – zum Beispiel haben die Türrahmen keine Ecken, sondern sind abgerundet.

Ein ganz besonderes Merkmal des Heiligen Juwels ist die markante Dachkonstruktion, auf der die verschiedensten Figuren ihren Platz haben. Fabelwesen, Drachen und Löwen wachen dort oben. Ein sogenannter Firstspiegel in der Mitte des Daches soll negative Einflüsse abwehren und gleichzeitig positive Energien nach innen auf das Hotelgelände lenken. Nach asiatischem Glauben hält er böse Geister ab,  indem sie sich vor ihrem eigenen Spiegelbild erschrecken und dann umkehren.

Die Dächer selbst sind allesamt verzapft und verzahnt und ohne einen Nagel oder eine Schraube verarbeitet. Das lässt sich besonders eindrucksvoll im Restaurant Bamboo beobachten, wo die riesigen Holzbalken gut sichtbar sind. Noch weiter oben leuchten die Dachziegel in traditionell chinesischen Farben, die jede für sich eine Bedeutung hat – die Farbe Gold etwa war nur den kaiserlichen Bauten vorbehalten. In aufwendiger Handarbeit wurde jeder Ziegel in der ehemals kaiserlichen Manufaktur Chinas in über 40 Arbeitsschritten hergestellt. In über 200 Schiffscontainern kamen sie dann zusammen mit Pagoden, Steinen der Jangtse und Holzsäulen mit Schiffen nach Brühl. Die Pagoden sind ein besonderes Zeugnis der asiatischen Handwerkskunst. Die verschiedenen Elemente wurden in China gefertigt und dann nach dem Transport vor Ort mit viel Liebe zum Detail errichtet. Heute fügen sie sich wunderbar in den paradiesischen Gartenbereich des Ling Bao.

Schon aus der Ferne ist das goldene Dach des Ling Bao am Horizont zu erkennen. Je näher der Reisende kommt, desto imposanter erhebt sich das Hotel über den anderen Bauten. Es bildet das Tor zu einer geheimnisvollen Welt und lädt seine Gäste ein, sie zu entdecken. Ni hao, faszinierendes Asien!

Es hat ein kaiserliches Vorbild, denn es wurde nach dem Stil der nördlichen Qing-Dynastie des 17. und 18. Jahrhunderts gebaut. Von innen präsentiert es sich im Stil der der östlichen Jangtse-Region. Bevor der erste Stein stand, waren Experten nach China gereist, um die jahrtausendalte Bautradition zu studieren – über Wochen, Monate und Jahre hinweg. Beeindruckt von der Schönheit, der Detailverliebtheit und mit jeder Menge Wissen über die Architektur der asiatischen Baukunst kehrten sie zurück.

Am 11. Juli 2002 war es dann endlich soweit: Der Grundstein des Ling Bao wurde gelegt. Aus China waren für dieses besondere Ereignis extra offizielle Vertreter angereist und hatten einen Buddha aus dem Kloster Zhenjiang mitgebracht. Der gilt dank seiner Aura als Bewahrer positiver Energien, deshalb bekam er auch einen Platz, an dem er gleich jeden mit seiner Ruhe und Gelassenheit anstecken kann. Heute ist er unter der Bodenplatte im Zentrum der Lobby eingebettet.

Author

Kai Thrun